Welchen Tee man auswählen und wie man ihn zubereiten sollte, um die besten Eigenschaften zu nutzen

Bereits vor etwa 2500 Jahren entdeckt, ist Tee im Laufe der Zeit zum Lieblingsgetränk der Bewohner unseres Planeten geworden. Heute werden weltweit 500 Milliarden Tassen Tee pro Jahr konsumiert, im Durchschnitt etwa 100 Tassen pro Person!

Teeliebhaber sind in zwei Lager gespalten: Einerseits die Bewohner Amerikas und Europas, die schwarze Tees bevorzugen. Andererseits die Asiaten, die starke Konsumenten des grünen Tees sind. Auf den ersten Blick mögen diese Geschmacksvorlieben unwichtig erscheinen. Wissenschaftliche Ergebnisse der letzten Jahre deuten jedoch darauf hin, dass der Konsum von grünem Tee in der asiatischen Bevölkerung dazu beitragen könnte sie vor der Entwicklung verschiedener Krebsarten zu schützen.

Warum grüner Tee und nicht schwarzer Tee? Die Antwort liegt in der Art und Weise, wie grüner Tee hergestellt wird.

Grüner Tee oder schwarzer Tee

Ob grün oder schwarz, alle Tees stammen von den Blättern der Teepflanze, einem Strauch namens Camellia sinensis. Der Unterschied zwischen grünem und schwarzem Tee liegt nur in der Verarbeitung der Blätter nach der Ernte. Bei grünem Tee werden die Blätter so schnell wie möglich getrocknet, um eine Fermentation zu vermeiden. Blätter, die zur Herstellung von schwarzem Tee verwendet werden, durchlaufen Prozesse, die die Fermentation fördern: Oxidierte Pigmente bilden sich, die dem schwarzen Tee seine dunkle Farbe verleihen.

Katechine sind krebshemmend

Die Umwandlung der Blätter in schwarzen Tee hat sehr wichtige Konsequenzen für das krebshemmende Potential des Tees. In der Tat sind Teeblätter eine äußerst reichhaltige Quelle für krebshemmende Moleküle, die Katechine genannt werden. Sie können bis zu einem Drittel des Gewichts der Blätter ausmachen. Bei der Herstellung von Grüntees bleiben diese Moleküle intakt und behalten daher ihre krebshemmenden Eigenschaften. Katechine werden während des Fermentationsprozesses, der für die Herstellung von Schwarztees erforderlich ist, abgebaut und verlieren praktisch all ihre krebshemmenden Eigenschaften. Aus diesem Grund bietet der regelmäßige Konsum von grünem Tee einen größeren Nutzen bei der Krebsprävention.

Das beeindruckende Grüntee-Molekül EGCG

Von allen im Grünen Tee enthaltenen Katechinen spielt eines eine Schlüsselrolle bei der Krebsbekämpfung dieses Getränks. Es handelt sich um Epigallocatechin-3-Gallat, besser bekannt als EGCG. Dieses Molekül ist nicht nur das am häufigsten vorkommende Katechin in grünem Tee, sondern auch dasjenige mit der stärksten krebshemmenden Wirkung.

Angiogenese wird blockiert

Im Labor stört EGCG das Wachstum einer sehr großen Zahl von Krebszellen und blockiert auch die Fähigkeit von Tumoren zur sogenannten Angiogenese. Angiogenese ist die Bildung eines neuen Netzwerks von Blutgefäßen, welches für das Tumorwachstum unerlässlich ist.
Dieser Effekt ist äußerst wichtig, da die Angiogenese eine entscheidende Rolle bei der Progression von Tumoren bis zu einem reifen, gesundheitsgefährdenden Stadium spielt.
Durch das tägliche Trinken von grünem Tee setzen Sie Ihren Körper also einer ausreichenden Dosis EGCG aus, um das Fortschreiten von Mikrotumoren zu bösartigen Krebserkrankungen zu blockieren! Tatsächlich deuten zahlreiche wissenschaftliche Studien darauf hin, dass der regelmäßige Konsum von grünem Tee eine wichtige Rolle bei der Verringerung des Risikos für die Entwicklung verschiedener Krebsarten spielt, insbesondere von Prostata-, Blasen-, Magen- und Brustkrebs.

Tägliches Trinken von grünem Tee ist daher eine einfache und wirksame Methode, um natürlich vorkommende Anti-Krebs-Moleküle zur Krebsprävention einzusetzen.

Wie bereite ich grünen Tee zu?

Um die krebshemmenden Eigenschaften von grünem Tee voll auszuschöpfen, wählen Sie am besten japanische Tees. Sie sind sehr reich an krebshemmenden Molekülen. Kaufen Sie bitte lose Teeblätter anstatt Teebeutel. Lassen Sie die Blätter mindestens 8 Minuten lang ziehen, um die maximale Menge an krebshemmenden Molekülen zu extrahieren. Trinken Sie immer frisch aufgebrühten Tee, da diese Moleküle abgebaut werden sobald sie in Kontakt mit Wasser kommen. Um die Dauer der krebshemmenden Wirkung der im grünen Tee enthaltenen Moleküle zu erhöhen, sollten Sie den Tee in regelmäßigen Abständen trinken, gern dreimal täglich.