Vorteile der mediterranen Ernährung für das Gehirn von Senioren im MRT sichtbar

Bei älteren Menschen, die sich an die Prinzipien der sogenannten mediterranen Diät halten, kann man bildgebend darstellen, dass der Schwund von Hirngewebe nur halb so schnell voranschreitet als bei älteren Menschen, die anderen Ernährungsformen bevorzugen. Diese Schlussfolgerung wird anhand von MRT (Magnetresonanztomographie) Untersuchungen bestätigt.

Mit dem Alter degeneriert das Gehirn und Nervenzellen sterben ab. Dies kann sich auf die kognitiven Funktionen, einschließlich Lernen und Gedächtnis, auswirken. Mehrere Studien haben bereits über interessante Zusammenhänge zwischen der Befolgung der Prinzipien einer mediterranen Ernährung und dem zerebralen Altern berichtet. Diese Studie fügt dem noch etwas hinzu. Sie wurde in Schottland an Menschen durchgeführt, die im Alter von etwa 70 Jahren und nicht an Demenz erkrankt waren. Es erfolgte eine Untersuchung der Ernährungsgewohnheiten der Teilnehmer.

Mediterrane Ernährung: Hirnalterung nur halb so schnell

562 Personen unterzogen sich im Alter von etwa 73 Jahren einer MRT Untersuchung zur Messung des Hirnvolumens, des Volumens der grauen Substanz und der Kortexdicke. Aus dieser Gruppe erhielten 401 Teilnehmer drei Jahre später eine weitere MRT Untersuchung. Die Ergebnisse wurden hinsichtlich des Grads der Einhaltung der mediterranen Diät untersucht. Eine mediterrane Ernährung ist reich an Gemüse und Obst, Olivenöl, Hülsenfrüchten und Getreide, beinhaltet mäßige Mengen an Fisch, Milchprodukten und Wein sowie wenig rotes Fleisch und Geflügel.

Die in der Zeitschrift Neurology veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass Menschen, die sich eng an die mediterrane Ernährung halten, im Laufe von drei Jahren einen geringeren Hirnschwund aufweisen als diejenigen, die sich anders ernähren.

Die Autoren quantifizieren die Rolle von Ernährungsunterschieden auf die Auswirkungen des normalen Alterungsprozesse auf bis zu 50 %.

Quelle: Luciano M. et al. Mediterranean-type diet and brain structural change from 73 to 76 years in a Scottish cohort. Neurology