Menopause: Ernährung fördert oder verschiebt den Beginn

Eine britische Studie zeigt, welche Ernährungsfaktoren mit einem natürlichen Auftreten früherer oder späterer Wechseljahre in Verbindung stehen.

Das Alter, in dem die Wechseljahre auf natürliche Weise beginnen, hat Einfluss auf die spätere Entwicklung der Frau. Die Menopause hat Auswirkungen auf die weitere weibliche Gesundheit. Ein früher Eintritt in die Wechseljahre wird mit einer geringeren Knochenmineraldichte, mit Osteoporose, Depressionen und einem erhöhten kardiovaskulären Risiko in Verbindung gebracht. Die natürliche Beendigung der Eierstockfunktion hängt von vielen Faktoren ab, die genetisch, umweltbedingt und verhaltensbedingt unterschiedlich sind und noch nicht komplett aufgeklärt wurden. Zum ersten Mal berichtet nun eine prospektive Studie, wie sich die Ernährung auf den Beginn der natürlichen Wechseljahre auswirken kann.

Fisch, Hülsenfrüchte, Teigwaren und Reis beeinflussen die Wechseljahre

An der im Vereinigten Königreich durchgeführten Studie nahmen 914 Frauen teil, die ohne weitere Beeinflussung nach dem 40. und vor dem 65. Lebensjahr in die Menopause eintraten. Nach der Kontrolle auf Einflussfaktoren zeigen sich folgende Ergebnisse:

  • Das Durchschnittsalter der natürlichen Menopause beträgt 51 Jahre.
  • Die Menopause tritt bei jeder täglichen Portion Teignudeln oder Reis 1,5 Jahre früher ein.
  • Die Menopause tritt 3,3 Jahre später pro jede tägliche Portion öligen Fisches und 0,9 Jahre später pro jede tägliche Portion frischer Hülsenfrüchte (wie Erbsen und Bohnen) ein.
  • Hohe Zufuhr von Vitamin B6 und Zink sind ebenfalls mit einem späteren Beginn der Menopause (+ 0,6 Jahre bzw. + 0,3 Jahre) verbunden.

Vegetarier und auch Nicht-Vegetarier

Die Untersuchung der Lebensmittelgruppen zeigt auch, dass der Fleischkonsum ebenfalls mit dem Beginn der Wechseljahre in Verbindung steht. Vegetarierinnen treten ein Jahr später in die Wechseljahre ein als Fleischkonsumentinnen. Bei den Nicht-Vegetarierinnen führt der tägliche Verzehr von salzigen Snacks zu einem weitere zwei Jahre früheren Beginn der Wechseljahre.

Antioxidantien in frischen Hülsenfrüchten und Omega-3-Fettsäuren in öligem Fisch könnten laut der Autoren die Verzögerung des Wechseljahresbeginns erklären könnten. Im Gegensatz dazu könnten raffinierte Kohlenhydrate aufgrund des erhöhten Risikos einer Insulinresistenz die Aktivität der Sexualhormone beeinträchtigen. Diese richtungsweisende Studie konnte jedoch trotzdem keinen kausalen Zusammenhang belegen.