Ganz sicher die falsche Wahl: Je mehr „Schlankheitsmittel“ Sie essen, desto weniger Sport üben Sie aus

Eine im Journal of Marketing Research veröffentlichte Studie berichtet darüber, dass der Konsum von so genannten „Fitness“- oder „Schlankheits“-Produkten gleichzeitig mit weniger körperlicher Aktivität verbunden ist. Gefangen in den Marketing- und Image-Fallen, die mit körperlicher Aktivität und Schlankheitskuren verbunden sind, vernachlässigen die Konsumenten dieser Produkte dann ihre sportliche Betätigung. Dies hat genau den gegenteiligen Effekt zum ursprünglichen Wunsch fit zu bleiben, Gewicht zu verlieren und körperlich aktiv zu sein.

Die Studie konzentriert sich auf den Einfluss von Produkten, die ein „Schlankheits“-Image für die Verbraucher und deren körperliche Aktivität verwenden. Insbesondere Menschen, die um ihr Gewicht besorgt sind, fühlen sich zu sogenannten „Schlankheits-“ oder „Gesundheits“-Lebensmitteln hingezogen. Wie steht es jedoch mit ihrer sportlichen Aktivität? Ist die Motivation Sport zu treiben durch den Konsum dieser „Fitness“-Produkte größer oder eher das Gegenteil? Hier nun eine Analyse der Ergebnisse.

Je „schlanker“ das Produkt ist, desto weniger körperliche Aktivität wird betrieben

Den Studienteilnehmer*innen wurden zwei Arten von Snacks angeboten: Ein Sortiment von Trockenfrüchten und ein weiteres mit dem Namen „Fitness“. Auf Letzterem wurde ein Bild von Sportschuhen auf der Verpackung abgebildet, um das „Fitness“-Image zu verstärken. Dieser Imbiss wurde den Teilnehmer*innen am Nachmittag anstelle ihres üblichen Snacks angeboten. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen, die sich um ihr Gewicht sorgen, eher den „Fitness“-Snack wählen als diejenigen, die ihre Ernährung nicht kontrollieren. Allerdings essen diejenigen, die den „Fitness“-Snack wählten, im Anschluss mehr und bewegten sich weniger.

Weniger „Schlankheitsmittel“ und mehr körperliche Aktivität

Den Autoren zufolge konsumieren gewichtsbewusste Menschen diese Produkte aufgrund des „Schlankheit“-Images. Sie nehmen derartige Produkte sogar als Ersatz für die Ausübung von Sport wahr, der durch diese Illusion dann vernachlässigt wird! Die Autoren der Studie schlagen vor, dass Hersteller von „Fitness“-Produkten auf Verpackungen statt einer Abbildung Gutscheine für Sportkurse oder Anleitungen für tägliche Übungen präsentieren sollten.

Quelle: Koenigstorfer J and Baumgartner The Effect of Fitness Branding on Restrained Eaters’ Food Consumption and Postconsumption Physical Activity. H, Journal of Marketing Research